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Allgemeine Pokerregeln

Diese Regeln gelten international für alle Pokervarianten an jedem Pokertisch

Das ausführliche Regelwerk gibt es auf der Website der Poker Tournament Director’s Association:
http://www.pokertda.com/custom_posts/view-official-tda-rules/

 

 

1.0 Karten schützen

Spieler sollten ihre Karten bestmöglich schützen, so dass diese von anderen Spielern am Tisch nicht eingesehen werden können. Zudem dürfen Spieler nicht über ihre Karte sprechen oder diese zeigen, bis die aktuelle Hand (Spielrunde) am Tisch abgeschlossen ist. Bemerkt der Dealer eine nicht ausreichend geschützte Hand, wird er den Spieler darauf aufmerksam machen. Schätzt der Dealer die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler die Karten eines Mitspielers gesehen hat, als hoch ein, wird die gesamte Runde für ungültig erklärt. Die Karten werden in diesem Fall eingesammelt und jeder Spieler erhält seine bis dahin in der Hand getätigten Einsätze zurück. Diese Dealer-Entscheidung ist unanfechtbar und dient dem fairen Zusammenspiel.

Die Karten müssen vor dem Spieler auf dem Tisch liegen. Das Halten der Karten in der Hand (außer, um sie kurz anzusehen) ist nicht erlaubt.

 

2.0 Show one, show all / One Player, one hand

Wenn ein Mitspieler, egal ob er die Runde gewonnen/verloren oder auch gefoldet hat, sich dazu entschließt, seine Karten zu zeigen, dann muss er diese für alle sichtbar offenlegen. Das Einweihen einzelner Mitspieler in seine Kartenhand ist untersagt. Gleiches gilt, wenn der Spieler seine Hand einem anderen Spieler zeigt, der bereits gepasst hat. Die Karten während der laufenden Hand einem benachbarten Spieler zeigen, der in die Hand nicht mehr involviert ist, gilt ebenfalls als Regelverstoß. Der Spieler muss in diesem Fall seine Karten am Ende der jew. Hand aufdecken. Tut er dies nicht, dreht der Dealer die Karten um und sagt: “Show one – show all”.

 

3.0 Kartenzuteilung für Spieler, die nicht am Platz sind

  • CoinGame-Modus:
    Spieler, die während des Pitches (Ausgabe der Hole Cards an die Spieler) nicht an ihrem Platz sind, erhalten keine Karten gedealt und müssen bei Rückkehr an den Platz, während eine Hand gespielt wird, bis zur nächsten Hand aussetzen. Ist ein abwesender Spieler mit einem Blind an der Reihe, so muss er diesen bei Rückkehr nachzahlen. Die Nachzahlung wird vom Dealer mit in den folgenden Pot gelegt. Fehlende Blindzahlungen werden vom Dealer durch eine Markierung am Platz des Spielers kenntlich gemacht. Button “Little Blind”: Nachzahlung des Small Blinds erforderlich, Button “Big Blind”: Nachzahlung des Big Blinds erforderlich, Button “Missed Blind”: Nachzahlung des Small Blinds und Big Blinds erforderlich.
  • Turnier-Modus:
    Spieler, die während des Pitches (Ausgabe der Hole Cards an die Spieler) nicht an ihrem Platz sind, erhalten ihre Hole Cards ganz normal zugeteilt. Kommt der Spieler zurück an seinen Platz, bevor der Dealer die letzte Karte an den Spieler in Button-Position ausgeteilt hat, darf er die Hand spielen. Ansonsten werden die Karten sofort vom Dealer eingesammelt und in den Muck gelegt. Befindet sich der abwesende Spieler im Small Blind oder Big Blind, wird dieser Einsatz vom Dealer aus dem Stack des Spielers genommen und vor dem Platz positioniert. Kommt der Spieler bis zur Austeilung der letzten Karte nicht an seinen Platz zurück, wird der jew. Blind vom Dealer eingezogen und mit in den Pot gelegt. Denn: Ein Spieler, der nicht am Platz ist, kann auch nichts gewinnen.

 

4.0 Kein Act out of turn

Jeder Spieler hat mit seinem Spielzug zu warten, bis er an der Reihe ist. Auch, wenn er bereits zu Beginn der Setzrunde sicher ist, dass er “Folden” (die Hand wegwerfen/nicht mitgehen) möchte. Spielzüge von Spielern, die nicht an der Reihe sind (“Act out of turn” genannt), können das Spiel negativ beeinflussen, da andere Spieler die gegebene Information für sich nutzen können. Jeder Spieler wartet mit seiner Ansage, bzw. seinem Spielzug, bis der vorherige Spieler seine Entscheidung getroffen hat. Das gilt auch für das Folden (Aussteigen).

 

5.0 Handlungen eindeutig annoncieren

Jede Handlung am Tisch muss deutlich annonciert werden. Möchte ein Spieler “Checken”, so hat er dies durch ein Tippen mit den Fingern oder der Handfläche zu zeigen, oder durch das Wort “Check” zu äußern. Ein Raise (Erhöhung des Einsatzes) muss ebenfalls deutlich durch das Wort “Raise” gekennzeichnet werden. Wurde beispielsweise in einer Setzrunde um 200 erhöht und ein nachfolgender Spieler legt einen einzelnen 500er- oder 1.000er-Jeton vor sich, ohne ein Raise zu annoncieren, gilt dies nur als Call. Der Spieler erhält dann entweder die Differenz zum Wert des Calls in Wechsel-Jetons zurück, oder wird vom Dealer aufgefordert, den höheren Jeton zurück zu nehmen und den gesetzten Wert in passenden Jetons zu setzen. Ein nachträgliches Raise ist in diesem Fall nicht mehr möglich. Ein Raise ist ohne die Äußerung “Raise” gültig, wenn mehrere Jetons, z.B. zwei 500er gesetzt werden. Die erste Ansage bzw. das erste Legen der Jetons zählt. Hat ein Spieler bereits “Check”, “Call” oder “Raise” gesagt, kann er dies anschließend nicht mehr ändern. Der annoncierte Spielzug muss wie angekündigt ausgeführt werden. Tätigt ein Spieler ein “Raise” (durch verbale Annonce oder das setzen mehrerer Jetons), die gesetzte Summe Chips liegt jedoch unter dem Minimum-Raise, muss der Spieler die noch fehlenden Jetons nachlegen. Eine Rücknahme der Erhöhung ist nicht möglich und es darf/muss in diesem Fall nur bis zum Minimum-Raise aufgefüllt werden.

Jeder Spielzug muss von den Mitspielern deutlich angesagt werden. Die Ansagen lautet wie folgt:

  • Check: Du erhöhst nicht, sondern wartest entweder auf die Erhöhung des nächsten Spielers oder die nächste Community Card
  • Bet: Du setzt als Erste(r) einen Betrag in einer Bietrunde
  • Raise: Du erhöhst den vorher von einem anderen Spieler gebrachten Einsatz
  • Re-Raise: Die vorangegangene Erhöhung wird nochmals erhöht
  • All in: Du setzt alle Chips, die du hast
  • Fold: Du möchtest den von einem anderen Spieler gesetzten Betrag nicht bezahlen und steigst aus dieser Runde aus

Eine einmal gemachte Ansage kann nicht zurück genommen werden. Wird also z.B. ein “Raise” angesagt, muss auch ein Raise erfolgen.

 

6.0 Keine String-Bets / String-Raises

Beim Setzen von Jetons gilt “Was liegt, liegt”. So hat beispielsweise ein Raise in einem Zug zu erfolgen, d.h. die Chips müssen in einem Zug gesetzt werden. Wird also ein Raise annonciert und ein Spieler legt einen Chip vor sich, gilt dieser als das Raise. Das nochmalige “Nachgreifen”, um z.B. noch einen weiteren Jeton zu setzen (dies wird “String-Bet” genannt), verstößt gegen die generellen Pokerregeln. Es werden nur die Chips gewertet, die beim ersten Zug gesetzt wurden. Am besten: Vor dem Setzen neben dem Wort “Raise” auch gleich den exakten Setzwert ansagen (z.B. “Raise auf 300″, “Raise auf 1.500″, usw.). Dann kann auch in mehreren Zügen gesetzt werden. Einen einzelnen, höherwertigen Chip (höher als der Big Blind) setzen, gilt nur als Call. Mehrere Chips, deren Wert insgesamt mindestens doppelt so hoch als der Big Blind ist, gilt auch ohne Ansage als Raise.

 

7.0 Kein Pot Splash

Unter Pot Splash versteht man, wenn ein Spieler die Chips, die er setzen möchte, direkt in den Pot wirft. Das ist nicht erlaubt, da die Höhe der Bet, des Raises usw. in diesem Fall nicht mehr ersichtlich ist. Der Spieler könnte behaupten, dass er z.B. 1.000 gesetzt, tatsächlich aber nur 600 in den Pot geworfen hat. Die Einsätze müssen deutlich vor dem Spieler am Tisch gesetzt werden. Das “wilde Werfen” von Chips bringt nur Durcheinander ins Spiel und kostet Dealer und Spieler nur unnötig Zeit.

 

8.0 Kein Softplay

Sinn und Zweck des Pokerspieles ist es, am Ende möglichst alle Chips seiner Mitspieler ergattert zu haben. Als “Softplay” bezeichnet man es, wenn ein Spieler einem anderen Spieler bewusst Chips “zuspielt”. Pokerchips dürfen nur im Falle von Gewinn oder Verlust, bzw. für einen Wechselvorgang von Spieler zu Spieler wandern. Wenn ein Spieler z.B. den Tisch verlassen muss, aber andere Spieler verbleiben um weiter zu spielen, so darf der ausscheidende Spieler seine verbleibenden Chips nicht einem anderen Spieler übergeben. Chips sind nicht “übertragbar”. Softplay gilt in sämtlichen wie auch immer gearteten Pokerregeln weltweit als verboten, da es den Sinn und Zweck des Spiels ad absurdum führt. Die Chips sind Gegenstand des Spielkonzeptes. Sie sind in etwa vergleichbar mit den Spielfiguren beim Schach und haben die Funktion, mit ihnen das Spiel zu bestreiten und den Spielstand zu ermitteln.

 

9.0 Showdown / Show one, show both

Der Spieler, der die letzte aktive Aktion getätigt hat (Bet, Raise oder Re-Raise), muss beim Showdown grundsätzlich seine beiden Karten zeigen, um Anspruch auf den Pot zu haben. Wurde nach der letzten Community-Card (“River”) nur gecheckt, muss der erste noch in der Hand befindliche Spieler links vom Dealer-Button seine Karten zuerst zeigen. Spieler, die ihre Hand verloren haben, müssen im CoinGame-Modus ihre Karten nicht zwingend zeigen und können diese verdeckt folden. Für den Gewinn eines Pots muss ein Spieler jedoch immer alle seine Karten zeigen. Im Turnier-Modus muss sich jeder noch in der Hand befindliche Spieler am Showdown beteiligen. Zeigt ein Spieler seine Karten nicht, gilt dies als Fold. Der Spieler hat dann keinen Anspruch mehr auf den Pot. Ist ein Spieler All-In, müssen alle Spieler, die zum Zeitpunkt des Showdown noch Karten haben, ihre Karten zeigen.

 

10.0 Odd-Chip

Unter einem Odd-Chip versteht man einen Chip, der nicht geteilt werden kann. Dieser Jeton geht bei einem Split-Pot immer an den am Gewinn beteiligten Spieler, der näher links vom Dealer-Button sitzt. Der Inhaber des Dealer-Buttons erhält selbst nie den Odd-Chip bei einem Split-Pot.

 

11.0 Chip Race

Im Falle von Blinderhöhungen, die Jetons mit einer kleineren Wertung überflüssig machen, erfolgt ein “Chip Race”, d.h. die Jetons mit kleinerem Wert werden in den nächst höheren Wert gewechselt. Haben mehrere Spieler eine ungerade Summe an kleineren Chips, die nicht gewechselt werden kann, nehmen diese am Chip Race teil; Die Jetons werden eingesammelt und in die Mitte des Tisches gelegt. Jeder Spieler, der am Chip Race beteiligt ist, erhält für jeden in der Mitte befindlichen Jeton eine aufgedeckte Karte, beginnend beim beteiligten Spieler links vom Dealer-Button. Die Jetons werden dann vom Dealer in den nächst höheren Wert gewechselt (ggf. wird aufgerundet). Der Spieler mit den besten Karten gewinnt das Chip Race.

 

12.0 Umgang mit dem Chip-Stack

Chips mit höherem Wert dürfen grundsätzlich nicht in oder hinter einem Stapel mit geringerem Wert versteckt werden. Ebenso dürfen kleinere Chip-Stapel nicht hinter höheren Chip-Stapeln oder gar in der Hand oder an einem anderen Ort versteckt werden. Die Chips sollten geordnet und gut sichtbar vor dem Mitspieler liegen. Die Chips sind Gegenstand des Spielkonzeptes. Sie sind in etwa vergleichbar mit den Spielfiguren beim Schach und haben die Funktion, mit ihnen das Spiel zu bestreiten und den Spielstand zu ermitteln. Auf Anfrage sollte jeder Spieler einem Mitspieler seinen aktuellen Chipstand nennen können. Ist ein Spieler dazu nicht bereit, hat der Dealer das Recht, den Stack zu zählen und den Chipcount zu nennen. Auf dem Pokertisch dürfen keine Fremd-Chips liegen, außer einem je Spieler, der als Card Guard verwendet wird. Es gelten nur die verwendeten Spiel-Chips. Bargeld, Buttons oder sonstiges dürfen nicht zum Spielen verwendet werden. Die Chips (Jetons) müssen während des gesamten Spiels auf dem Pokertisch verbleiben.

 

 

Zusätzlich zu den regulären Pokerregeln gelten auch die Hausregeln von Joker’s Poker Room. Auch die Hausregeln sind zu beachten und gelten als verbindlich.